In dieser Folge Erbsenschreck berichten wir euch von einem besonderen Abend: Wir waren Teilnehmende an einem Philosophischen Nachtcafé, bei dem sich alles um ein Thema drehte, das uns natürlich besonders beschäftigt: Mensch und Tier. Wir waren sozusagen die „Undercover-Veganer“ in elitärer Runde.
Philosophisches Nachtcafé
Der Professor scheiterte bereits zu Beginn an der Erkenntnis, dass der Mensch auch ein Tier ist. Wer hätte das gedacht? Im Vordergrund stand aber die Debatte, welchen Stellenwert der Mensch im Vergleich zum Rest der Welt hat und haben sollte. Und vor allem: Wie selbstverständlich sind die Grenzen, die wir zwischen „uns“ und „den anderen“ ziehen? Wir erzählen in dieser Folge von unseren Eindrücken und Erlebnissen bei diesem Abend und davon, wie wir die Diskussion erlebt haben. Spoiler, Ja auch bei dem philosophischen Nachtcafé wurde innerhalb kürzester Zeit das Anti-Vegane Bullshit Bingo voll gemacht. Nur etwas geschmackvoller, mit Weinglas in der Hand.
Was uns gut gefallen hat, war die Tatsache, dass diesem wichtigen Thema überhaupt ein Raum geboten wurde. Wir sehen darin die Chance, dass Menschen ihren Umgang mit den anderen Tieren hinterfragen, ohne dass dazu ein veganer Aktivist den Anlass gibt. Tierrechte gehören debattiert und unser Verhalten reflektiert. Am besten immer und überall.
Veränderungen beginnen mit Gedanken
Wir finden es großartig, dass Veranstaltungen wie ein Philosophisches Nachtcafé Menschen zusammenbringen, die sich mit solchen Fragen auseinandersetzen möchten. Trotzdem hätten wir uns gewünscht, dass all das Philosophieren dann auch zu einer ernsten Debatte geführt hätte. Diese blieb leider aus, vermutlich wollte man die gute Stimmung nicht verderben. Wir sahen dennoch die Bereitschaft bei einigen Teilnehmenden, tiefer in die Thematik einzusteigen und das eigenen Handeln zu hinterfragen. Prof wollte aber nach Hause. Nicht jeder Mensch muss nach einem einzigen Abend seine komplette Sichtweise verändern. Veränderung beginnt manchmal viel kleiner: mit einer Frage, einem Gedanken, einem Moment des Zweifelns oder dem Gefühl, dass etwas vielleicht doch nicht so selbstverständlich ist, wie man bisher geglaubt hat.
Für uns ist das ein notwendiger Schritt. Wenn Menschen anfangen, über ihr Verhältnis zu anderen Tieren nachzudenken, entsteht die Möglichkeit, dass sich irgendwann auch ihr Verhalten verändert. Vielleicht nicht sofort und vielleicht auch nicht bei jedem. Aber jeder ernsthafte Gedanke kann ein Anfang sein. Geht uns das schnell genug? Nein, natürlich nicht. Deswegen bleiben wir aktivistisch denn manchmal ist es Zeit zu philosophieren aber noch mehr ist es an der Zeit zu protestieren.
Alle Tiere sind gleich viel Wert. Kämpfen wir für Ihre Rechte.
Viel Spaß beim Zuhören 🌱 Bleibt stabil und Vegan,
Eure Erbsen