SaS 2026 Nürnberg – Am 6. Juni 2026 wurde Nürnberg erneut zum Schauplatz einer wichtigen Demonstration für Tierrechte: Unter dem Motto „Schlachthäuser schließen!“ gingen mehrere hundert Menschen auf die Straße, um ein deutliches Zeichen gegen die Ausbeutung und Tötung von Tieren zu setzen. Organisiert wurde die Demonstration von der ARIWA Ortsgruppe Nürnberg (Animal Rights Watch), die bereits seit 2021 in Nürnberg aktiv ist und regelmäßig Demonstrationen, Infostände und weitere Aktionen organisiert.
SaS 2026 Nürnberg
Treffpunkt war um 14 Uhr an der Lorenzkirche. Von dort aus zog die Demonstration lautstark durch die Nürnberger Innenstadt. Nach unserer Einschätzung waren dabei etwa 200 bis 300 Menschen auf der Straße – Menschen unterschiedlichen Alters, mit unterschiedlichen Hintergründen, aber mit einem gemeinsamen Anliegen: Tiere sollen nicht länger als Ware und Produktionsmittel betrachtet werden.
Auch wir von Erbsenschreck waren wieder mit dabei. Für uns gehört Musik schon lange zu unserem Aktivismus. Deshalb haben wir die Demonstration auch diesmal musikalisch und lautstark unterstützt. Mit unserer Musik wollen wir nicht einfach nur für Stimmung sorgen, sondern Aufmerksamkeit schaffen und Menschen zum Nachdenken bringen. Gerade auf einer Demonstration mitten in der Stadt kann Musik eine ganz eigene Wirkung entfalten: Sie zieht Blicke auf sich, schafft Gemeinschaft und trägt eine Botschaft dorthin, wo sie vielleicht sonst nicht angekommen wäre.
Mehr als nur die Forderung nach geschlossenen Schlachthäusern
Die Forderung „Schlachthäuser schließen!“ ist dabei bewusst größer gedacht. Sie steht symbolisch für eine Gesellschaft, in der Tiere nicht mehr für menschliche Zwecke gezüchtet, eingesperrt, ausgebeutet und getötet werden. ARIWA beschreibt die Demonstrationsreihe entsprechend als Protest gegen alle Orte der Tierausbeutung – von Schlachthäusern und Mastanlagen über Eierfabriken bis hin zu Pelzfarmen und Zoos.
2026 lag ein besonderer Fokus auf den Tieren, die für den menschlichen Eierkonsum ausgebeutet werden. ARIWA machte dabei auf die rund 27 Millionen Hühner aufmerksam, die in Deutschland jedes Jahr für den Eierkonsum gehalten werden. Viele von ihnen verbringen ihr Leben in großen Hallen und werden nach einer relativ kurzen Zeit der Produktion getötet.
Für uns ist klar: Es reicht nicht, über „bessere“ Tierhaltung zu diskutieren, wenn das grundlegende Problem bestehen bleibt. Tiere sind keine Lebensmittel, keine Produktionsmaschinen und keine Ressourcen. Sie sind fühlende Lebewesen mit eigenen Interessen an ihrem Leben.
Gemeinsam laut für die Tiere
Genau deshalb sind solche Demonstrationen wichtig. Sie bringen die Tierrechtsbewegung mitten in die Gesellschaft und machen sichtbar, dass immer mehr Menschen die bisherige Normalität hinterfragen. Die ARIWA-Demoreihe verbindet dabei deutlichen Protest mit Aufklärung, kreativen Aktionen und einem möglichst zugänglichen Auftreten.
Für uns als Erbsenschreck war es deshalb selbstverständlich, auch 2026 wieder dabei zu sein. Wenn Musik, Aktivismus und Menschen zusammenkommen, entsteht etwas Besonderes. Und wenn dabei mehrere hundert Menschen gemeinsam durch Nürnberg ziehen und lautstark für die Rechte von Tieren eintreten, dann ist das ein Signal, das nicht einfach überhört werden kann.
Wir sagen: Schlachthäuser schließen – und zwar alle. Für eine Welt, in der kein Tier mehr für menschliche Interessen leiden und sterben muss.
Danke an alle, die dabei waren, organisiert, geholfen, demonstriert, gesungen, gerufen und ihre Stimme für die Tiere erhoben haben. ❤️🌱
Und natürlich: Danke an ARIWA Nürnberg für die Organisation und an alle Menschen, die diesen Tag in Nürnberg möglich gemacht haben.
Denn Veränderung beginnt dort, wo Menschen nicht mehr schweigen. Wir sehen uns auf der Straße!